Freitag, Dezember 14, 2007

WOW!!!!

"Schon ganz ergreifend, wenn 20.000 Menschen im Chor "And she's buuuyyying a stairwaayy to heaven" singen. Und die Vorstellung wird noch ergreifender, wenn man weiß, dass unter den 20.000 unter anderem Kate Moss, Naomi Campbell, die Arctic Monkeys oder David Gilmour (Pink Floyd) sind. Außerdem Lisa Marie und Priscilla Presley, Mick Jagger, Liam und Noel Gallagher, Pink, Evan Rachel Wood und Marilyn Manson, Michael J. Fox, Laura Dern und Jerry Hall. Ach ja: und Robert Plant, der Mann, der diese Zeile Anfang der 70er zum ersten Mal sang. Und jetzt wieder.

90 Minuten standen und saßen Plant, Gitarrist Jimmy Page, John Paul Jones am Bass und Jason Bonham, der Sohn des Ur-Schlagzeugers John Bonham, auf der in Anbetracht der historischen Dimension recht kleinen Bühne in der Londoner O2-Arena. Es war nicht das erste große Revival einer Rockband in diesem Jahr – wir haben schon Genesis oder The Police oder sogar die Spice Girls genossen bzw. erduldet. Aber von der Wirkmächtigkeit her war es das bedeutendste.

Das liegt allein schon an der Urgewalt der Songs, mit der diese Band aufwarten kann. Vom überraschend flüssig dargebotenen Auftakt "Good Times Bad Times" bis zum letzten verhallenden Gitarrenakkord in "Rock And Roll" war es eine Demonstration alter Stärke und auch im gesetzteren Alter von ca. 60 Jahren noch gut erhaltener Manneskraft. Denn darum geht es in Wahrheit bei dieser Band: Viele ihrer Lieder vermitteln, in mehr oder minder eindeutiger Metaphorik, eine Weltsicht, die sehr von den Verhaltensmustern des männlichen Geschlechtsorgans geprägt ist. Das mit 60 noch nicht peinlich aussehen zu lassen, darin liegt große Kunst." (vanity fair)


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