am freitag hab ich an einem jungen mann geschnuppert. einem frisch geduschten, jungen mann. auf meine frage "nach was riechst du, das riecht ja super gut" antwortete er "nivea"! sofort fielen mir zeiten ein, in denen 1. nivea noch als gesichtspflege reichte, 2. man dachte, der eigene duft gemischt mit einer clean riechenden creme (nivea, bebe :-) ) wäre ausreichend. am ende ist das wahrscheinlich immer noch so, aber man erliegt der werbung und anderer meinungsmache.
kürzlich sinnierte ich über zunehmende, morgentliche zeitknappheit und ein vermehrtes aufkommen von fläschchen, tuben und tiegeln. dass das nicht nur mir so geht, erfuhr ich, weil eine freundin erleichert diesen lauten gedanken zustimmte, die das auch schon für sich festgestellt hatte. in diesem zusammenhang fiel mir ein satz von iris berben ein. auf die frage woran sie merken würde, dass sie älter werden würde, antwortete sie, dass sie einfach morgens immer länger im bad bräuchte.
diesen satz habe ich vor ca. 10 jahren gelesen. auch an mir nagt der zahn der zeit - so wie an jedem, aber fühle ich mich ziemlich wohl in meiner haut.
wasser, seife, nivea und ein wenig deo, später hin und wieder mal aok mandelkleie fürs gesicht, nicht mehr nur schauma shampoo, sondern guhl mit pfirsich- oder cognac/ei-duft (beinah hätte ich geschmacksrichtung geschrieben), weil es die älteren schülerinnen benutzten und man gern dazu gehören wollte, die sache nahm ihren lauf.
aus einer kleinen zeit ist eine halbe stunde und länger geworden.
was ist passiert? diverse cremes und seren geben mir das gefühl was gutes für mich zu tun. wir sprechen von sicherlich mindestens 6 verschiedenen dingen fürs gesicht, und 5-6 für den restlichen körper. die dinge, die die dusche bewohnen erwähne ich hier gar nicht. aber ohne all das fehlt mir was. ob es hilft? keine ahnung. aber wie es wäre, wenn ich all diese tuben und tiegel nicht benutzen würde will ich nicht probieren. so werde ich weiter marktanteile der firmen chanel, dior, clarins, shiseido usw. erwerben, hin und wieder probieren, ob die neuen produkte von nivea, dove, l'oreal, garnier meinen körper auch unterstützen.
und ab und zu gönne ich mir einen sofaabend mit niveaduft aus der guten, alten, blauen dose oder leihe mir ein wenig bebe creme von meinen kindern.
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Sonntag, August 19, 2007
Mittwoch, Juni 06, 2007
hannover


heute hatte ich einen schminktermin bei benefit. ich freu mich, dass es die marke endlich auch in hannover gibt, ich sie ausprobieren kann. vorletzte woche war ich schon mal da, die dame dort war sehr nett. sie gab mir auch diesen zweiten termin. mit dem hinweis, dass sie frei hätte und ihre kollegin dann da wäre.
benefit befindet sich im hause douglas. ich kam also an und es sah gleich so aus als wenn die dame nicht so gut gelaunt wäre. um die stimmung etwas anzuheben und ein gespräch anzufangen, erwähnte ich, dass es ja schön sei, dass die marke nun auch hier erhältlich wäre, sonst gäbe es sie ja nur in großen städten. das war das stichwort: sie käme aus dem ruhrgebiet und hannover sei eine unangenehme stadt mit unangenehmen leuten, so wie ganz niedersachsen unangenehm sei. nur zu messen sei es auszuhalten, wenn messegäste die stadt beleben würden. und dass douglas diesen beauty tempel aufgemacht hätte würde das niveau richtig heben. ich merkte an, dass ich sehr gern hier wohnen würde. darauf erwiderte sie, dass es ja auch solche leute geben müsse!
ich überlegte kurz ihr ein paar passende worte entgegenzuschleudern und dann aufzustehen, aber ich dachte, die strafe sei für sie wahrscheinlich, dass sie mich - wenn auch sehr begrenzt - freundlich behandeln müsse und lächelte vor mich hin und war super freundlich. unfaßbar finde ich das! eine dienstleistung anzubieten, etwas verkaufen zu wollen und dazu ein solches statement abzugeben. zum glück gibts ja auch andere, die aus der diaspora immer gern wieder zurückkommen!
Freitag, Juni 01, 2007
ein fall für CRM*
kürzlich spendete mir meine freundin simone ein sachet von l’oreal mit einer vorzüglichen gesichtsmaske. leider ist das produkt nicht in deutschland erhältlich. sie hat es in singapur erstanden. die zufällig anwesende dame der .og. firma erläuterte ihr, dass es ein produkt sei, das ausschließlich für den asiatischen markt produziert worden wäre und sie könne es in duty free shops erhalten, nicht aber in deutschland.
das wollte ich genauer wissen. man muss schließlich vorgeben, in welchem land man wen an welchem flughafen in den duty free shop schicken kann, um suchereien zu ersparen. also link auf die l’oreal seite, vorfall geschildert und per mail an den kundendienst gesendet. die antwort kam innerhalb von einigen tagen. man ist ja schon froh, wenn überhaupt geantwortet wird. leider war genau diese antwort nicht zufriedenstellend. das produkt würde nicht für den deutschen markt produziert werden. das wusste ich schon vorher.
ich rief die seite erneut auf. kundentelefon, call center. problem geschildert. ratlosigkeit. sie könnten nicht einfach einen produktnamen eingeben und dann erfahren, in welchen ländern es vertrieben würde, jedes land würde seine eigenen produkte herstellen.
ich war erstaunt. ich hatte mir in einem weltkonzern wie diesem doch einen gewissen zugriff vorgestellt. ich fragte weiter, wie ich denn nun an meine information gelangen könne. man könne die marketing abteilung befragen, antwortete das andere ende der leitung, die würden vermutlich die hände über dem kopf zusammenschlagen. das gespräch nahm keine gute wendung, ich beschloß es zu beenden und versuchte es erneut. neue gesprächspartnerin, gleiche auskunft. aber – sie empfahl mir, auf die verschiedenen länderseiten zu gehen, vielleicht würde ich ja auf einer der dreißig, vierzig, fünfzig möglichkeiten meine maske finden. ich stimmte zu, weil ich dachte, dass die leute in dem callcenter ja nun nichts für die schlechte kommunikation im hause l’oreal können und machte mich ans werk. leider wurde das unterfangen schnell gestoppt – die chinesische seite war in schriftzeichen gefasst, die japanische in japanisch, die russische in kyrillisch. meine sprachkenntnisse sind begrenzt, also erneuter anruf. nun schlug man mir die internationale hotline in london vor. ich stimmte begeistert zu. leider gabs da nur einen ansagetext in dauerschleife.
mittlerweile betrachtete ich das unterfangen als einen wettbewerb. wieder internet. nach langem suchen – es war wirklich schwierig und verzwickt, weil immer nur die callcenternummer deutschland auftauchte, egal welchen weg man auf der website nahm, stieß ich auf die telefonnummer der zentrale deutschland in düsseldorf. die dame am anderen ende war sehr nett und verband mich mit der vertriebsabteilung, die leider schon verwaist war. aber – sie haben einige tage später zurückgerufen.
es ist tatsächlich so wie es sich dargestellt hat. man kanns kaum glauben in einem konzern dieser größe der weltweit arbeitet. zufällig kannte die dame das gewünschte produkt und hatte schon allerlei tricks und kniffe angewandt, um selbst an die maske zu kommen. sie gab mir die entscheidenden tipps (alle duty free shops in deutschland und außer in asien auch in frankreich im verkauf für jederman/n, - frau), erklärte mir, warum wir hier das produkt nicht erwerben können (zu hochpreisig und der gemeine, deutsche konsument ist nicht bereit, für l’oreal produkte, in diesem fall 16,90 €, auszugeben, weil hier eher das niedrigere preissegment bedient wird) und entließ mich zufrieden aus dem gespräch.
allerdings hinterlässt diese aktion doch wieder einige fragen – über callcenter, die menschen, die dort arbeiten, dort geschult werden, ihr interesse an den unternehmen, die sie ja letztlich vertreten und weltkonzerne, die miteinander kommunizieren wie firmen, die mit garagenverkauf anfangen - sorry, steve jobs, sie waren vermutlich um klassen besser, selbst wenn die schreibtische aneinander standen. erschreckend.
*CRM = costumer relationship management
das wollte ich genauer wissen. man muss schließlich vorgeben, in welchem land man wen an welchem flughafen in den duty free shop schicken kann, um suchereien zu ersparen. also link auf die l’oreal seite, vorfall geschildert und per mail an den kundendienst gesendet. die antwort kam innerhalb von einigen tagen. man ist ja schon froh, wenn überhaupt geantwortet wird. leider war genau diese antwort nicht zufriedenstellend. das produkt würde nicht für den deutschen markt produziert werden. das wusste ich schon vorher.
ich rief die seite erneut auf. kundentelefon, call center. problem geschildert. ratlosigkeit. sie könnten nicht einfach einen produktnamen eingeben und dann erfahren, in welchen ländern es vertrieben würde, jedes land würde seine eigenen produkte herstellen.
ich war erstaunt. ich hatte mir in einem weltkonzern wie diesem doch einen gewissen zugriff vorgestellt. ich fragte weiter, wie ich denn nun an meine information gelangen könne. man könne die marketing abteilung befragen, antwortete das andere ende der leitung, die würden vermutlich die hände über dem kopf zusammenschlagen. das gespräch nahm keine gute wendung, ich beschloß es zu beenden und versuchte es erneut. neue gesprächspartnerin, gleiche auskunft. aber – sie empfahl mir, auf die verschiedenen länderseiten zu gehen, vielleicht würde ich ja auf einer der dreißig, vierzig, fünfzig möglichkeiten meine maske finden. ich stimmte zu, weil ich dachte, dass die leute in dem callcenter ja nun nichts für die schlechte kommunikation im hause l’oreal können und machte mich ans werk. leider wurde das unterfangen schnell gestoppt – die chinesische seite war in schriftzeichen gefasst, die japanische in japanisch, die russische in kyrillisch. meine sprachkenntnisse sind begrenzt, also erneuter anruf. nun schlug man mir die internationale hotline in london vor. ich stimmte begeistert zu. leider gabs da nur einen ansagetext in dauerschleife.
mittlerweile betrachtete ich das unterfangen als einen wettbewerb. wieder internet. nach langem suchen – es war wirklich schwierig und verzwickt, weil immer nur die callcenternummer deutschland auftauchte, egal welchen weg man auf der website nahm, stieß ich auf die telefonnummer der zentrale deutschland in düsseldorf. die dame am anderen ende war sehr nett und verband mich mit der vertriebsabteilung, die leider schon verwaist war. aber – sie haben einige tage später zurückgerufen.
es ist tatsächlich so wie es sich dargestellt hat. man kanns kaum glauben in einem konzern dieser größe der weltweit arbeitet. zufällig kannte die dame das gewünschte produkt und hatte schon allerlei tricks und kniffe angewandt, um selbst an die maske zu kommen. sie gab mir die entscheidenden tipps (alle duty free shops in deutschland und außer in asien auch in frankreich im verkauf für jederman/n, - frau), erklärte mir, warum wir hier das produkt nicht erwerben können (zu hochpreisig und der gemeine, deutsche konsument ist nicht bereit, für l’oreal produkte, in diesem fall 16,90 €, auszugeben, weil hier eher das niedrigere preissegment bedient wird) und entließ mich zufrieden aus dem gespräch.
allerdings hinterlässt diese aktion doch wieder einige fragen – über callcenter, die menschen, die dort arbeiten, dort geschult werden, ihr interesse an den unternehmen, die sie ja letztlich vertreten und weltkonzerne, die miteinander kommunizieren wie firmen, die mit garagenverkauf anfangen - sorry, steve jobs, sie waren vermutlich um klassen besser, selbst wenn die schreibtische aneinander standen. erschreckend.
*CRM = costumer relationship management
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