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Mittwoch, Oktober 15, 2008

Fundstück


Neue Meldung aus meiner Lieblingszeitschrift:


da könnte sogar ich meine Monopoly-Abneigung überwinden!

Sonntag, September 21, 2008

Aszendent Zebra




DAS HOROSKOP AN SICH ist so eine Sache. Kaum einer will dran glauben, aber bei der Tageszeitungs- oder sonstigen Lektüre fliegt an hin und wieder doch der Blick darüber. Kopfschütteln löst es auch - so ein Quatsch -, Erstaunen oder Vorfreude für 10 Sekunden (Sie haben heute Glück, spielen Sie Lotto oder Sie treffen heute Ihren Traummann, -frau oder sonst wen) oder aber die Erkenntnis, dass blind Texte gewählt wurden, die bestensfalls vorher ausgewürfelt wurden, welche Sternzeichen welche Buchstaben zugewiesen bekommt.
Ich persönlich gebe nichts auf die Tageszeitungsschnipsel. Natürlich lese ich wie alle anderen auch die Jahreshoroskope in den gängigen Frauenzeitschriften, Glamour, Instyle, Amica. Kaum überflogen, schon wieder vergessen. Ganz anders allerdings verhält es sich mit der Voraussage in der Vanity Fair, meinem Lieblings-Leib-und-Magen-Blatt. Bei Lichte betrachtet könnte man sagen, ja, diese Woche hauts hin oder jene Woche nicht, aber hier fühle ich mich IMMER angesprochen. Im Juli beispielsweise, als meine Situation - über die ich hier noch nicht öffentlich schreiben will - für mich persönlich ziemlich am Boden lag, stand da: "...Im Moment leben Sie von der Hoffnung auf eine Perspektive, die sich noch nicht eröffnen will. Nur das Gefühl sagt Ihnen, dass es guten Grund gibt zu vertrauen." Finde ich spannend. Genau so war es! Es war! Ich hab oft gezweifelt, hab Zuspruch bekommen, aber ändern konnte sich nichts durch Zuspruch, und dann tatsächlich, tat sich was. Also... es musste sich was tun, aber das hat es auch. Unerwartet, an einer Stelle, die ich nicht vermutet hätte (Örtlichkeit). Durch zweimal hinsehen. (Danke, Bina!) Das hat mein Magengefühl deutlich entlastet. Und das hat doch der Vanity Mensch gut vorausgesehen, oder?!

Sonntag, Februar 24, 2008

tricks

nachdem ich heute in der glamour gelesen habe, dass man männern nie, nie, nie erzählen soll, dass es cremes gibt, die so viel kosten wie ein ipod mit 16 GB :-P, ergänzte ich mein "wissen" in der vanity, dass sich die ständig wachsende menge teurer cremes trotz hervorragender wirkstoffe natürlich nicht selbst verkauft, sondern mit tricks an die frau gebracht werden müssen. dazu gehört z.b.: "der verschluß fast aller cremes läßt sich beispielsweise nicht zufällig nach links öffnen. die drehung gegen den uhrzeigersinn soll vielmehr unterbewußt den effekt des zeitzurückdrehens hervorrufen."
also verpackungsdesign luxuriös usw. und vor allem durch farbe (sehr trendy derzeit leichtes grün, symbolisiert unterwasserwelt/natur und die geballte kompetenz der ärzte in einem OP) manipulierend - war mir bekannt. aber das konnte ich mir bisher nicht vorstellen.


ich kannte bisher nur die geschichte mit der kühlschrankinnenfarbe. es gab ein experiment, kühlschränke mit sandfarbenem innenleben anzubieten und daneben welche mit blauem interieur. logischerweise grifffen die leute zu den innen blauen, weil das kälte symbolisiert, bei dem gelben hätte man den eindruck, er würde nicht richtig kühlen. aber die uhr zurückzudrehen? es wird gründe dafür geben, wer weiß schon, wie sein unterbewußtsein manipulierbar ist.

Freitag, Februar 15, 2008

Evolutionäres Wettrüsten - Spannende Natur!

Schlangen vorn

Zwischen Schlangen und Fröschen herrscht Krieg. Die einen haben Hunger, die anderen wollen nicht gefressen werden. Im Lauf der Jahrtausende haben viele Froscharten deshalb giftige Sekrete entwickelt, um ihren Jägern den Appetit zu verderben. Jetzt haben die Schlangen offenbar die nächste Runde im evolutionären Wettrüsten eingeläutet: Forscher der Universität Sydney konnten beobachten, dass die australische Todesotter gelernt hat, mit den ungenießbaren Happen umzugehen. Normalerweise frisst die Schlange ihre erlegte Beute sofort auf. Hat sie allerdings einen Giftfrosch vor sich, tötet sie ihn mit einem Biss und wartet anschließend bis zu 40 Minuten. Dann haben sich die Abwehrstoffe verflüchtigt. Man darf gespannt sein, was sich die Frösche jetzt einfallen lassen. (Vanity Fair)

Freitag, Dezember 14, 2007

WOW!!!!

"Schon ganz ergreifend, wenn 20.000 Menschen im Chor "And she's buuuyyying a stairwaayy to heaven" singen. Und die Vorstellung wird noch ergreifender, wenn man weiß, dass unter den 20.000 unter anderem Kate Moss, Naomi Campbell, die Arctic Monkeys oder David Gilmour (Pink Floyd) sind. Außerdem Lisa Marie und Priscilla Presley, Mick Jagger, Liam und Noel Gallagher, Pink, Evan Rachel Wood und Marilyn Manson, Michael J. Fox, Laura Dern und Jerry Hall. Ach ja: und Robert Plant, der Mann, der diese Zeile Anfang der 70er zum ersten Mal sang. Und jetzt wieder.

90 Minuten standen und saßen Plant, Gitarrist Jimmy Page, John Paul Jones am Bass und Jason Bonham, der Sohn des Ur-Schlagzeugers John Bonham, auf der in Anbetracht der historischen Dimension recht kleinen Bühne in der Londoner O2-Arena. Es war nicht das erste große Revival einer Rockband in diesem Jahr – wir haben schon Genesis oder The Police oder sogar die Spice Girls genossen bzw. erduldet. Aber von der Wirkmächtigkeit her war es das bedeutendste.

Das liegt allein schon an der Urgewalt der Songs, mit der diese Band aufwarten kann. Vom überraschend flüssig dargebotenen Auftakt "Good Times Bad Times" bis zum letzten verhallenden Gitarrenakkord in "Rock And Roll" war es eine Demonstration alter Stärke und auch im gesetzteren Alter von ca. 60 Jahren noch gut erhaltener Manneskraft. Denn darum geht es in Wahrheit bei dieser Band: Viele ihrer Lieder vermitteln, in mehr oder minder eindeutiger Metaphorik, eine Weltsicht, die sehr von den Verhaltensmustern des männlichen Geschlechtsorgans geprägt ist. Das mit 60 noch nicht peinlich aussehen zu lassen, darin liegt große Kunst." (vanity fair)


Montag, Oktober 29, 2007

wörter der woche

in der letzten woche hab ich schon mal ein wort beschrieben, das mir aufgefallen ist. eventgenetisch hieß es. nun leben wir in einer zeit der ständigen wortschöpfungen. irgendwer schreibt immer irgendwas, was man noch nicht gelesen hat. da glänzt man entweder durch unwissenheit, wie ich in diesem fall oder es ist z.b. generationsabhängig, in den generationen natürlich auch wieder in einzelnen gruppen verhaftet. wenn ich z.b. an jugendliche denke, dann gibt es - aus meiner sicht - hier sprachlich sehr unterschiedlich gefärbte gruppen. das hat mit herkunft zu tun, sozialer struktur, aber auch mit umfeld.

wenn ich also auf etwas für mich neues stoße, kann es sein, dass zehn andere sofort schreien: "oh, das ist doch alt." (oder sagt man das heute gar nicht mehr so?) mittlerweile haben sich ja auch schon bei "uns" sachen wie n8 oder 2U eingebürgert, zumindest sind sie uns bekannt und wir können sie entziffern. (und ja, kritiker, wir müssen uns nicht jeden schuh anziehen, aber so ganz sollte man den anschluß nicht verlieren, oder? und auch das sind sprachströmungen. stillstand ist rückschritt! wenigstens wissen kann man es ja, wenn auch nicht unbedingt verwenden.)

dann fällt mir auf, schon vor längerer zeit beschrieben, dass es wörter gibt, die verschwinden. sätze, ausdrücke sind veraltet, zeitabhängig. hier hat z.b. jemand eine seite für bedrohte wörter eingerichtet. schlimmer finde ich allerdings, dass es mir immer öfter auffällt, dass ich über dinge rede, die nicht mehr vorhanden oder üblich sind und meine kinder mich nicht verstehen. geschehen bei dem wort KNICKS zum beispiel. tamina las mir einen text vor (nach harry potter werde ich sie noch mal durch die nesthäkchen bände scheuchen, damit unklarheiten beseitigt werden ;-) ) und fragte nach der bedeutung. nicht, dass ich daran interessiert bin, diese geste wieder aufleben zu lassen (war es eigentlich so, dass man durch die unterwürfige aktion dem gegenüber mehr respekt zollte oder sich seiner untergeordneten rolle mehr bewusst war?). aber es stimmt mich schon nachdenklich, wenn ich mir vorstelle, dass nur ein generationssprung ausreicht, worte in der versenkung verschwinden zu lassen, von den aktionen mal ganz abgesehen.

wie krieg ich den bogen jetzt wieder zum anfang? ich hab in meiner lieblingszeitschrift, die übrigens meist einen ganz hervorragenden leitartikel hat, wieder worte entdeckt, die ich entweder nicht kenne oder wortschöpfungen oder orte, die mir fremd sind. genauso gern, wie ich manchmal mit einem duden oder fremdwörterlexikon dasitze und ewig darin blättere, weil ich natürlich ursprünglich nur mal was "kurz'" nachsehen wollte, lese ich jetzt oft ewig lang in meiner zeitschrift, mein laptop daneben und google und wikipediarisiere :-P

in dieser woche sind es "menetekeln" und der ort deutschbaselitz.

bei menetekel nachgeschlagen mache ich mir gedanken über unheilvolle vorwarnungen der letzten zeit und weil heute sonntag ist und ich keine lust habe, mir den tag zu verderben, schiebe ich das sofort weg!

deutschbaselitz hört sich an wie lotharmatthäusenglisch. man denkt an georg baselitz, den maler. in wirklichkeit verhält es sich aber andersherum. baselitz heisst gar nicht so, sondern hans-georg kern und hat sich schlicht einen teil des namens seines geburtsortes zu eigen gemacht. aber, nebenbei, deutschbaselitz (wer denkt sich diese namen aus? ich weiß schon, die lösung steckt im namen selbst...), finde ich, hört sich an wie deutschländer. diese würstchen mit dem unsäglichen namen, die ich dessentwegen nicht esse. jedenfalls nicht wissentlich.

Donnerstag, September 27, 2007

aus meiner lieblingszeitschrift

"alexander kuzmin (33), bürgermeister der stadt megion in westsibirien, hat jetzt 27 sätze in seiner verwaltung verboten. unter anderem: "dafür bin ich nicht zuständig", "das geht nicht", "ich habe gerade tischzeit". wer diese sätze weiterbenutzt, "steht kurz vor seiner verabschiedung".

Montag, August 06, 2007

dr. house

in meiner völlig unmaßgeblichen lieblingzeitschrift (vanity fair) las ich gestern folgende formel zu meiner dritten lieblingsarzt-tv-serie, neben grey's anatomy und ER selbstverständlich:

(inspektor columbo : dr. ross) x harald schmidt = dr. house

interessanter aspekt.

*für die, die sich nicht mehr dran erinnern - dr. ross ab der 1. staffel bei ER und dann irgendwann leider verschwunden in der 5. staffel.

einen anderen eintrag läßt das wetter nicht zu -
der regen zermürbt, die kurzfristige hitze weicht auf.

Sonntag, Mai 20, 2007

louis XIV

männerkosmetik. schon im märz hab ich einen eintrag dazu verfaßt. nun springt mich doch in meiner augenblicklichen lieblingspublikation ein zweiseitiges fototeilchen zum thema an. vielfältig bebildert mit dem kommentar, dass die beautyproduktvielfalt des mannes nicht wirklich neu sei, die herren zu zeiten von louis dem XIV seien mit viel größeren beautycases gereist. das mag ja alles so sein, aber ich werde es mir doch nicht nehmen lassen, die vorgestellten dinge hier aufzulisten, die MANN so im badezimmer hat, glaubt frau diesen seiten.


  • zahnpasta, -bürste dazu

  • nasenhaar- bzw. präzisionstrimmer

  • chronograph

  • gesichtspflege

  • eau de toilette

  • lifting gel

  • rasiercreme

  • augencreme

  • puderpinsel fürs bronze puder

  • leave in conditioner

  • diamantohrring (??)

  • rasierserum

  • wodka

  • levitra (viagras nachfolger, verschreibungspflichtig)

  • anti-schuppenshampoo

  • after shave

  • duft

  • deo

  • körperpeeling

  • schlafmaske

  • unterduft (??)

  • anti-haarausfall-tinktur

  • mundspray

  • kondome

  • alka seltzer

  • rasierset

  • liquid face wash

  • beruhigende gesichtslotion

  • maniküre set

  • abdeckcreme für augenringe

  • reinigungsmaske

  • after shave gel

  • feuchtigkeitscreme

  • fernbedienung

  • bodylotion

  • badeperlen

  • beautykoffer

und..... ein donald duck heft.

danach gibt es noch einen artikel über männerkosmetik und - einen test! letzter satz beim perfektionisten... eine falte kann auch eine freundin sein.



Mittwoch, Mai 16, 2007

große koalition, ehen bzw. das spiel ist vorbei, wenn es abgepfiffen ist

in der vorvorletzten ausgabe meiner derzeitigen lieblingszeitschrift gibt es einen leitartikel zum thema große koalition. das wesen der koalition sei der ausgleich, las ich. es wäre wie ein spiel zweier fußballmannschaften, bei dem man sich im voraus darauf verständigt hätte, unentschieden zu spielen (wie laaangweilig). würde eine mannschaft vorpreschen und einen treffer erzielen, wäre der zwang zum ausgleich unausweichlich (von versöhnlichem miteinander keine spur!). verliert einer die lust am ausgleich, würde aus der vernunftehe ein streitfall. mit der scheidung zu drohen ohne sich scheiden zu lassen, habe schon viele ehen über düstere zeiten gerettet. auf der anderen seite habe dies vielen menschen kostbare jahre zur hölle gemacht.

nun ist es so, dass ja nicht jede ehe eine vernunftehe ist, ich hoffe es zumindest. so ist die sache mit dem auge um auge, zahn um zahn ausgleich nicht zwingend der fall. aber im laufe der zeit tritt das sicher ein. du warst allein im urlaub oder mit freunden, jetzt will ich das auch. du hast xyz gemacht, jetzt will ich abc. und über kurz oder lang werden – das behaupte ich einfach mal – aus 95% der allgemeinen ehen solche gewohnheitsdinger. ehen – große koalitionen – die nicht getrennt werden, wegen der kinder. weil man schon so lange zusammen ist, also gewohnheit. was – an wen man auch immer glaubt – zusammengefügt hat, soll man nicht trennen. wer weiß was noch kommt – was ich hab, das weiß ich, was kommt, weiß ich nicht. auf der anderen seite des zaunes ist das gras genauso grün – die liste ist unendlich lang. liebe ist selten das argument. oder spricht man nicht über liebe? ist das eine der wirklichen ursachen? das heruntergeleiherte „ich liebe dich – ja, ich dich auch“ hört sich an wie „hol mal die milch aus dem kühlschrank/nimm den müll mit runter“. sind das die düsteren zeiten von denen der autor spricht? wenn man sich über düstere zeiten rettet impliziert das ja, dass wieder licht am ende des tunnels ist. bessere zeiten kommen, wenn die dürre vorbei ist. aber warum sollte sich das blatt wenden, warum sollte plötzlich eine wende eintreten, wenn der graben tief ist, wie eine fahrrinne, eine spurrille. ob das nicht letztlich mindestens der vorhof der hölle ist muß jeder selbst für sich entscheiden.

am ende hoffe ich, dass es viele, viele glückliche koalitionen gibt, in den viel gelacht wird, die sich statt nur um ausgleich um kontroverse diskussionen und sichtweisen bemühen und entscheidungen, die so gefällt werden wie sie grad gebraucht werden, ohne darauf zu achten, aus welcher ecke der vorschlag, die entscheidung kommt. dass es auch zu einem 10: 1 kommen kann, dass nicht gezählt wird, sondern nur geguckt wird, dass es zur zufriedenheit beiträgt, zum sich weiterentwickeln.

Sonntag, Mai 06, 2007

vornamenplanet

heute habe ich bei der lektüre meiner neuen lieblingspublikation dieses wort gelesen. VORNAMENPLANET. mal abgesehen davon auch noch das wort BLINKERBEZIEHUNG. ich musste erstmal nachdenken, was das denn wohl heißen soll, aber als es dann mit an, aus, an, aus erklärt wurde, dachte ich, der bisher von mir verwendete begriff ON/OFF-BEZIEHUNG gefiele mir besser.

vornamenplanet also. wir nennen leute, die wir nicht kennen, wenn wir über sie reden, beim vornamen. das soll nähe symbolisieren oder kenntnis der person oder was auch immer, nehme ich an. beim reden über promis könnte das der fall sein, über vorgesetzte, personen des öffentlichen lebens, mit denen man sich, vermeintlich, gerne schmücken möchte. (der autor schrieb über KATE, meinte KATE MOSS und jeder, der vermutlich nicht gleich schaltet, wenn KATE fällt, ist raus!)


fakt ist aber, dass das im normalen leben absolut falsch ist. gerade gestern stand ich im pulk nach einem heimspiel unserer ROTEN (für unkundige: HANNOVER 96) an der stätte, die fans und solche drumherum dann immer gern aufsuchen um zu feiern, zu trinken und zu reden. bei uns ist das das courtyard hotel am maschsee, zu dieser jahreszeit drinnen und draußen sehr bevölkert, soll heißen es war richtig, also richtig voll. ich traf sehr viele menschen. mittlerweile kenne ich unmengen von leuten – vom sehen oder sie kennen mich vom gesehen werden und die meisten grüßen. hallo hier, hallo da. WOHER kenn ich den/die?? da ich glaube, dass das fragezeichen, das über meinem kopf schwebt, sichtbar ist, frage ich neuerdings nach. die antwort gibt oftmals aufschluß, beseitigt meine ahnungslosigkeit oder zumindest teile davon. die befragten reagieren mit der nennung ihres vornamens, günstigerweise vielleicht auch noch mit dem zusammenhang, aus dem man sich kennt/gesehen hat/gesehen wurde. aus diesen situationen stammen auch viele, viele namen im verzeichnis des mobiltelefons. einige nummern benutzt man, einige nicht. man wundert sich beim durchsehen dann über die peter, thorsten, jens, sabinen dieser welt – sie zu löschen traue ich mich kaum, vielleicht braucht man sie ja noch. wenn man nur wüsste, wer sich eigentlich hinter den namen verbirgt.
wenn man aber weiter in die materie vorgedrungen ist, sich öfter gesehen hat, miteinander redet und sich erinnern kann, bekommt man irgendwann auch einen nachnamen zum handyeintrag. da fügt sich ein müller zum peter, ein schmidt zur michaela, ein meyer zum fritz, eine orts-/platzbeschreibung (udo aus dem rathaus), ein spezielles kleidungsmerkmal (kappen-rainer), ein arbeitsplatzangabe (suse von 96). die sache füllt sich mit leben, hin und wieder auch mit inhalt.

von daher glaube ich, dass der autor des artikels, dem ich dieses wort entnommen habe, falsch liegt. in dieser zeit deutet die kenntnis des nachnamens und vor allem auch dessen benutzen hin und wieder, auf eine, zumindest eine klitzekleine, beziehung zu der genannten person. vielleicht. meistens jedenfalls. so kommen wir von der bussi-gesellschaft über die hallo-fraktion dann vielleicht doch wieder zum vollständigen-namen-planeten.

Montag, April 02, 2007

vanity fair

ich bin ja ein zeitschriften junkie. schon seit vielen jahren belade ich meine stetig schrumpfende menge an hirnzellen mit un- und mittelmäßig wichtigen informationen. aber ich liebe es und es vergeht kaum ein tag, an dem ich nicht in irgendeinem druckwerk blättere. die reine neugier und der zugegebenermaßen unglaublich günstige preis hat mich dazu getrieben, mir die ersten beiden ausgaben der deutschen vanity fair zu kaufen und ich bin begeistert! eine zeitschrift, die für viele was bietet mit vor allem - und das gibt den ausschlag - meiner meinung nach gut geschriebenen texten. mich sprechen sie zumindest an und ich lese auch dinge, die mich normalerweise nicht interessieren, zum beispiel eine geschichte über einen kunsthändler. das eigentliche drama liegt in der wöchentlichen erscheinungsweise dieses neuzuganges.das versetzt mich in streß - denn eine andere 14-tägig erscheinende zeitschrift, sowie zwei monatliche hefte wollen auch noch gelesen sein. zu dem einen oder anderen buch versteht sich. und meiner tageszeitung. derzeit liege ich mit nur einer samstagsausgabe hinten.

das tagesspiegelabo mit sogar einer sonntagsausgabe - zum glück nur zu WM zeiten - hat mich geradezu in lesepanik versetzt. aus diesem grund habe ich auch nach nur drei ausgaben das probeabo der ZEIT wieder eingestellt. die wochen- und sonntagszeitungen, die spiegel, die sterne dieser welt mögen mir meine oberflächlichkeit und meinen sinn fürs triviale verzeihen, dass ich verschiedenen frauenzeitschriften den vorrang gebe und hin und wieder auch der yellow press.